51 polnische Zwangsarbeiter kamen 1939 nach Althengstett, um in der Landwirtschaft zu arbeiten. Darunter auch Marian Tomczak. Obwohl die Bevölkerung angehalten war, den Kontakt zu den Arbeitern zu vermeiden, verliebten sich die junge Althengstetterin Hedwig Zipperer und er ineinander. Liebschaften zwischen den Zwangsarbeitern und einheimischen Frauen bezeichneten die Nationalsozialisten als "Rassenschande", und darauf stand die Todesstrafe. 1942 erhängte ein Stuttgarter Gestapo-Kommando Marian Tomczak, die schwangere Hedwig Zipperer deportierte man ins KZ Ravensbrück. Sie und ihr Kind überlebten den Krieg.
Am 26.09.2015 wurde am Tatort in Althengstett der Gedenkstein für Marian Tomczak und Hedwig Zipperer enthüllt. Rund 180 Menschen nahmen daran teil, darunter der damalige Bürgermeister von Althengstett, Dr. Clemens Götz, der Landtagspräsident Wilfried Klenk und der polnische Generalkonsul Andrzej Osiak, sowie Angehörige beider Familien.