Das Welsche Häusle, eine recht niedrige Schutzhütte aus groben Sandsteinblöcken, wurde 1835 als "Schützenhaus" erstmals erwähnt. Vermutlich stellten sich hier Waldenser bei schlechtem Wetter unter oder machten Rast, wenn sie aus Neuhengstett nach Calw zur Arbeit und zurück gingen. Die Waldenser (auch "Welsche" genannt) stammten ursprünglich aus dem französischen Savoyen und mussten ihre Heimat verlassen, weil sie wegen ihres evangelischen Glaubens verfolgt wurden. 1700 ließen sie sich auf dem Gebiet des heutigen Neuhengstetts nieder; ihr neuer Heimatort hieß anfangs "Colonie de Simmozheim", teils wohl auch "Bourcet", nach dem Bourcet-Tal, aus dem ein Teil der Neusiedler stammte. Heute beschatten Lindenbäume rings um das Welsche Häusle. Sie wurden 1949 zum Naturdenkmal erhoben.