Vor einigen Tagen hat uns die UGG (Unsere Grüne Glasfaser) darüber informiert, dass sie den eigenwirtschaftlichen Ausbau eines Glasfasernetzes in der Gemeinde Althengstett gestoppt hat, weil der Ausbau zwischenzeitlich aufgrund gestiegener Baukosten und Zinsen nicht mehr in der ursprünglich vorhergesehenen Konzeption umsetzbar war (s. unten; "Aktueller Stand").
Diese Nachricht trifft uns als Gemeinde sehr, denn wir haben vor ca. zwei Jahren, bei der Auswahl unseres Projektpartners zum Ausbau des Glasfasernetzes in unserer Gemeinde, einen Vertrauensvorschuss erbracht und bei der Auswahl unseres Projektpartners auch auf die beiden Gesellschafter der UGG, die Allianz AG und die O2 Telefónica, und deren Stabilität als Partner gesetzt.
Wir als Gemeinde haben die UGG bei der vollständigen Planung des Vorhabens umfassend unterstützt. Die Projektierung ist abgeschlossen und der Ausbau könnte morgen beginnen.
Wichtig ist mir zu erwähnen, dass die Gemeinde Althengstett sich an der bisherigen Planung und Projektierung des kommunalen Glasfasernetzes nicht mit eigenen finanziellen Mitteln beteiligt hat. Auch der Rückzug der UGG löst keine Kosten bei der Gemeinde Althengstett aus. Die Gemeinde hat sich bislang ausschließlich mit der Arbeitskraft der beteiligten Mitarbeiter der Verwaltung an dem Projekt beteiligt.
Sie fragen sich jetzt sicher, wie geht es jetzt weiter?
Leider ist festzustellen, dass der Rückzug der UGG in Althengstett kein Einzelfall ist, sondern die UGG zieht sich im kompletten süddeutschen Raum aus noch nicht begonnenen Projekten zurück.
Auch andere Anbieter, die versucht haben, in anderen Gemeinden im Land das Glasfasernetz eigenwirtschaftlich auszubauen, ziehen sich ebenfalls zurück. Hier verweise ich gerne auf die Gemeinden im Landkreis Calw und die entsprechende Presseberichterstattung der letzten Wochen im Schwarzwälder Boten. Althengstett ist kein Einzelfall.
Die Verwaltung hat umgehend nach Bekanntwerden des Rückzugs der UGG Kontakt mit dem Eigenbetrieb Breitband des Landkreises Calw aufgenommen, um die Frage zu klären, wie wir möglichst zügig zu einem Glasfasernetz in der gesamten Gemeinde Althengstett kommen. Wir streben eine Lösung für alle drei Ortsteile an. Gemeinsam versuchen wir mit dem Eigenbetrieb Glasfaser Kontakt zu weiteren Anbietern auf dem Markt aufzunehmen und parallel stoßen wir ein weiteres Markterkundungsverfahren an, um möglicherweise durch inzwischen veränderte Rahmenbedingungen auch in den Bereich des geförderten Breitbandausbaus zu kommen.
Sollten Sie bereits einen Vertrag mit Stiegeler oder O2 abgeschlossen haben, müssen Sie nichts weiter tun. In den kommenden Tagen werden Sie parallel auch noch von den Anbietern persönlich informiert.
Unser Ziel ist und bleibt, auf allen Ebenen zu versuchen, eine wirtschaftliche Lösung für den vollständigen Ausbau eines Glasfasernetzes in der Gemeinde zu finden.
Unsere Grüne Glasfaser (UGG) hat der Gemeinde Althengstett mitgeteilt, dass das Unternehmen das Memorandum of Understanding (MoU), die sogenannte Absichtserklärung für den geplanten Glasfaserausbau in Althengstett, aufkündigt.
Die seit Abschluss des MoUs stark veränderte Lage am deutschen Glasfasermarkt, mit erschwerten technischen Bedingungen und gestiegenen Kosten beim Ausbau, lassen für das Projekt in Althengstett keinen eigenwirtschaftlich finanzierten Glasfaserausbau mehr zu.
UGG bedauert, Althengstett nicht wie ursprünglich geplant ausbauen zu können und entschuldigt sich bei den Verantwortlichen von Althengstett für den bereits entstandenen Aufwand. Die bei UGG eingereichten Gestattungserklärungen (GEE) der Bürger:innen kommen damit nicht zur Anwendung. Die betroffenen Kund:innen müssen nichts tun, zu den Vereinbarungen mit den Internetanbietern auf dem UGG-Netz informiert der jeweilige Internetdienstanbieter in Kürze direkt.